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Kirchenkreis Hittfeld gedenkt der Pogromnacht von 1938

Fr, 09.11.2018, 19:00 Uhr
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Pastor Peter M. Schwarz mit dem Plakat der Veranstaltung. (Foto: C.Wöhling) © Kirchenkreis HittfeldPastor Peter M. Schwarz mit dem Plakat der Veranstaltung. (Foto: C.Wöhling)© Kirchenkreis Hittfeld„Wir erinnern an die Terror- und Pogromnacht von 1938, in der Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt, Menschen jüdischen Glaubens ermordet und Zahllose verschleppt und gefoltert wurden“, sagt Pastor Peter M. Schwarz von der Meckelfelder Kirchengemeinde.

Den 80. Jahrestag der Pogromnacht nimmt der Kirchenkreis Hittfeld zum Anlass, einen besonderen Gottesdienst zu gestalten: am Freitag, 9. November, um 19 Uhr in der Hittfelder Mauritiuskirche. Ivar Buterfas, Holocaust-Überlebender, Schülerinnen und Schüler der OBS Neu Wulmstorf und Vertreter aus Kirche, Politik und Vereinen werden hinterfragen, was dies Erinnern für die Gesellschaft bedeutet. 

„Was wir jetzt wieder an Antisemitismus in der Gesellschaft erleben, macht uns fassungslos und zeigt, wie brüchig die Gesellschaft ist. Daher müssen wir als Zivilgesellschaft aufstehen und Flagge zeigen. Wir rufen Menschen aus dem Landkreis auf, mit uns den 80. Jahrestag der Pogromnacht zu begehen, ein zivilisatorisches Bekenntnis zu setzen und Vergangenheit durchscheinend zu machen“, sagt Pastor Peter M. Schwarz.   

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen und jüdische Einrichtungen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört und geplündert, Mitbürger jüdischen Glaubens verschleppt, gefoltert und ermordet. Die sogenannte „Kristallnacht“ zeigte, wozu Menschen fähig sind und war nur eine Station auf dem Weg zur Vernichtung der Juden. Der 9. November 1938 steht für den Beginn der systematischen Judenverfolgung und -vernichtung. Er steht für das Versagen allergrößter Teile der Zivilgesellschaft, einschließlich der Kirchen. „Wir erleben heute, dass jüdisches Leben durch Polizei geschützt werden muss, antisemitische Ausfälle in Schulen und Öffentlichkeit keine Einzelfälle bleiben und dass gewarnt wird vor dem Tragen sichtbarer Zeichen jüdischen Glaubens. Geschichte ist wieder aktuell. Das nehmen wir als Kirche wahr und dagegen lehnen wir uns auf“, sagt Schwarz. 

Schüler der OBS Neu Wulmstorf werden im Gottesdienst in einem historischen Exkurs an den 9. und 10. November erinnern und Fragen stellen: Warum haben die Kirchen, warum haben Christen zu alledem weithin geschwiegen? Wie konnte das alles geschehen? Ivar Buterfas, Holocaust-Überlebender, erinnert im Gespräch mit Pastor Peter M. Schwarz an die Greueltaten der Nazis. Anja Krippner, Schulleiterin der OBS Neu Wulmstorf, und Dr. Florian Schneider, Pastor der Lutherkirchengemeinde Neu Wulmstorf sprechen darüber, welche Erinnerungen zu bewahren und an die junge Generation weiterzugeben sind. Mit dabei sind außerdem: Tobias Handtke (Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion), Emily Weede (Vorsitzende des Mühlenvereins Wassermühle Karoxbostel e.V.), Pastorin Christina Wolf (Hittfeld), Pastor Henning Seiffert (Meckelfeld), Thorsten Breitfeld uvm. 

„Es ist gut, dass wir diesen 80. Jahrestag der Pogromnacht auf breiter Ebene mit vielen Vertretern der Zivilgesellschaft begehen und dass er in der Kirche stattfindet. Dafür haben wir sie als Ort, an dem wir zur Besinnung kommen können“, sagt Peter M. Schwarz. 

Pressemitteilung Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld - Carolin Wöhling

 (see/mt)

Rubrik
Kirchliches

Veranstaltungsort
Mauritiuskirche Hittfeld
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