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ALLRIS - Vorlage

ALLRIS net

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Beschlussvorschlag:

 

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Sachverhalt:

Sachverhalt:
 

Im September 2020 wurde die Friedhofssatzung überarbeitet. Mit dem Inkrafttreten der Gebührenordnung am 01.01.2021 wurden die Gebührenordnung entsprechend der Friedhofssatzung und der stattgefundenen Preisentwicklung angepasst und die Gebühren geringfügig erhöht.

 

In diesem Zuge wurde auch die Friedhofssatzung geändert. Diese sieht vor allem Änderungen vor, die zu einem besseren Verständnis führen und der Vereinfachung dienen. Aus diesem Grund werden in Zukunft keine neuen Hainurnenwahlgrabstätten mehr vergeben. Alle Urnenbestattungen unter Bäumen, sowohl unter Einzelbäumen als auch im Bereich von Baumgruppen, werden als Baumurnenreihengrab vergeben. Dies wird gut angenommen und ist auch im täglichen Ablauf gut händelbar.

 

Seit der letzten Gebührenordnung 2017 konnte der Kostendeckungsgrad von 38,47 % bis 2019 auf 44,64 % angehoben werden. Dies ist sicherlich auch darauf zurück zu führen, dass die Friedhofsverwaltung in diesem Zeitraum mehrere, den heutigen Bedürfnissen besser angepasste Grabarten, wie pflegeleichte Stauden-, Baumurnen- und Rasengräber, die durch die Friedhofsverwaltung gepflegt werden, auf den unterschiedlichen Friedhöfen zur Verfügung stellt und diese gut angenommen wurden.

Der gesunkene Kostendeckungsgrad ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die neue Gebührenordnung erst 2021 in Kraft trat. Zudem erfolgte durch die Corona Pandemie ein wesentlicher Einschnitt. Die starken Einschnitte durch die Hygienemaßnahmen haben nur noch Trauerfeiern in kleinen Kreisen zugelassen. Was dazu führte, dass die Kapellen weniger genutzt wurden. Außerdem ist zu verzeichnen, dass die Urnenbestattung gegenüber der Erdbestattung gerade durch die Pandemie weiter an Boden gewinnt und insbesondere die mehrstelligen Wahlgräber weiterhin stark zurückgehen.

 

Die Verwaltung geht davon aus, dass sich der Kostendeckungsgrad ab dem Jahr 2021 und dem Ende der Pandemie sich wieder erholen wird.

 

Probleme bereitet aber auch der Rückgang des demografischen Alltersüberhanges, der in den nächsten Jahren dazu führen wird, dass zunehmend zurückgegebene Grabstätten nicht neu vergeben werden können. Auch die Zunahme von Bestattungen außerhalb von Friedhöfen wie die Bestattung in einem Friedwald, die Seebestattung oder Bestattungen im Ausland tragen hierzu bei. Diese freien Gräber verteilen sich über die gesamte Friedhofsfläche. Sie werden seitens der Nutzungsberechtigten abgeräumt, die zukünftige Pflege der Flächen obliegt dann der Friedhofsverwaltung. Das bedeutet das eine Neugestaltung von einzelnen Grabarten in den vorhandenen Bestand hinein erfolgen muss, ohne dass, das Erscheinungsbild der aufgelassenen Gräber sich allzu negativ auf die Gesamtfläche auswirkt

 

 

Vergleich der Friedhofsgebühren im Landkreis

Hinsichtlich der aktuellen Gebührentarife für die Nutzung der Friedhöfe im Landkreis Harburg, wurde ein konkreter Vergleich angestellt. Der Vergleich spiegelt aber den jeweils dahinterstehenden tatsächlichen Aufwand und Kostendeckungsgrad nicht wider, da die jeweiligen Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind.

Gegenüber vielen anderen Friedhöfen sind die Seevetaler Friedhöfe sehr pflegeintensiv, da sehr umfangreicher Baumbestand insbesondere in Maschen vorhanden ist. Die vielfach unbefestigten Wege, die großen Rasen- und Grünflachen, sowie die räumliche Distanz zwischen den Friedhöfen, fordern einen vergleichsweise hohen Sach- und Personalaufwand.

 

Den ins besonderen bei den kirchlichen Friedhöfen durchaus beträchtlichen Anteil an ehrenamtlicher Mithilfe gibt es bei den gemeindeeigenen Friedhöfen in Seevetal nicht.

 

Ferner sind große Unterschiede zu verzeichnen, welche Leistungen in den Nutzungsgebühren enthalten sind (Nutzungsdauer 20,25 oder 30 Jahre, Müllentsorgung, Abräumung der Gräber, die Urnenanzahl auf bestehenden Erd- und Urnengräbern etc.)

 

Eine Gebühren Kalkulation, wie sie in Seevetal erstellt wird und die auch die Abschreibung der Flächen und Geräte, sämtliche anfallende Personalkosten sowie alle übrigen Gemeinkosten („Sowiesokosten“) anteilig berücksichtigt, wird nicht bei allen Trägern der Friedhöfe erstellt. Insofern relativieren sich dort auch die Angaben zum Grad der Kostendeckung.

 

Eine Verringerung der Ausgaben für die Seevetaler Friedhöfe kann verwaltungsseitig nicht in Aussicht gestellt werden, wenn nicht die Serviceleistungen der Friedhofsverwaltung oder die Pflegestandards auf den Friedhöfen verringert werden sollen. Eine Reduzierung der Arbeitskräfte auf den Friedhöfen würde die gegenseitige Vertretung und die Sicherstellung der Bestattungen beeinträchtigen. Durch die Anhebung der Gebühren befinden sich die kommunalen Friedhöfe im mittleren Bereich des Gebührenvergleichs. Bei einem vergleichsweise sehr guten Angebot. Die Anhebung der Gebühren soll dazu beitragen den Standard zu halten und notwendige Anpassungsmaßnahmen durchzuführen.

 

 

Im Kalenderjahr 2020 sind für die Hauptkostenstellen (für diese Kostenstellen werden die Friedhofsgebühren erhoben) folgende Kostendeckungsgrade erreicht worden:

 

Rasenreihengräber:

24,68 %

Wahlgräber:

70,92 %

Urnenwahlgräber:

65,25 %

Anonyme Urnengräber:

15,09 %

Urnenrasenreihengräber:

42,26 %

Baumurnenreihengräber:

142,60 %

Staudenreihengräber:

126,48 %

Staudenurnenreihengräber:

111,61 %

Hainurnenwahlgräber:

139,43 %

Bestattungen:

32,75 %

Kapelle:

14,52 %

 

Der Gesamtkostendeckungsgrad 2020 beträgt 36,91 %. In 2019 betrug er 44,64 %.

 

Die Kostendeckungsgrade für die weiteren Endkostenstellen sowie der Gesamtkostenckungsgrad inklusive der nicht gebührenwirksamen Friedhofskosten können dem anliegenden Betriebsabrechnungsbogen entnommen werden.

 

Im Folgenden sind die nach der Gebührenkalkulation 2022 errechneten Gebühren aufgelistet, die voraussichtlich erhoben werden müssten, um insgesamt eine hundertprozentige Kostendeckung zu erreichen. Im Vergleich dazu sind in der nebenliegenden Spalte die derzeitig gültigen Gebühren aufgeführt.

 

 

jetzige Gebühr

voraussichtlich

kostendeckende

Gebühr 2022

Reihengrabstätten

 

 

 

a) Rasengrabstätte - für 25 Jahre -

1.700,00 €

5.138,48 €

b) Staudenreihengrabstätte - für 25 Jahre -

1.810,00 €

1.912,86 €

 

 

Wahlgrabstätten

 

 

 

a) Einzelgrabstätte für Kinder

bis zum vollendeten 5. Lebensjahr - für 20 Jahre -

350,00 €

712,68 €

b) Einzelgrabstätte - für 25 Jahre -

810,00 €

1.662,80 €

 

 

Urnenreihengrabstätten

 

 

 

a) Rasenurnengrabstätte - für 20 Jahre -

700,00 €

1.344,30 €

b) anonyme Urnengrabstätte - für 20 Jahre -

600,00 €

1.330,24 €

c) Baumurnengrabstätte - für 20 Jahre -

700,00 €

2.215,86 €

d) Staudenurnengrabstätte - für 20 Jahre -

1.250,00 €

1.304,03 €

 

Urnenwahlgrabstätten

 

 

 

a) Urnengrabstätte - für 20 Jahre -

600,00 €

1.330,24 €

 

 

-                                            

 

Verlängerungsgebühren für Reihen-grabstätten - einmalige Verlängerung -

 

 

 

für die einmalige Verlängerung pro Jahr

 

 

a) für Rasengrabstätte (für bestehende)

68,00 €

205,54 €

b) für Rasenurnengrabstätte

35,00 €

67,21 €

c) für Staudengrabstätte

72,50 €

76,51 €

d) für Staudenurnengrabstätte

62,50 €

65,20 €

e) für Baumgrabstätte (für bestehende)

75,00 €

Grabart existiert nicht mehr

f) für Baumurnengrabstätte

35,00 €

110,79 €

 

Verlängerungsgebühren für Wahlgrabstätten - jährlich -

 

 

für die Verlängerung pro Jahr

 

 

a) Einzelgrabstätte für Kinder

bis zum vollendeten 5. Lebensjahr

17,50 €

-                                           35,63 €

b) für Wahlgrabstätten

     je Grabstätte

32,50 €

66,51 €

d) für Urnengrabstätten - je Grabstätte -

30,00 €

66,51 €

 

Begräbnisgebühren:

 

 

 

a) für Särge bis 120 cm

430,00 €

1.552,92 €

b) für Särge über 120 cm

800,00 €

2.218,46 €

c) für Urnen

300,00 €

665,54 €

 

 

Gebühren für Ausgrabungen:

 

 

 

a) Ausgrabung einer Leiche

1.500,00 €

4.436,91 €

b) Ausgrabung einer Aschenurne

400,00 €

1.331,07 €

 

 

Sonstige Gebühren:

 

 

 

a) Benutzung der Friedhofskapelle

250,00 €

1.169,45 €

 

 

 

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Finanz. Auswirkung:

Klima- und Umweltauswirkungen:

 

Keine

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Keine

 

 

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Anlagen:

1
(wie Dokument)
37,9 kB
2
(wie Dokument)
97,8 kB
3
(wie Dokument)
142,5 kB
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